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Wissen

Katzenfutter ohne Zucker und Getreide: Darauf kommt es an

Gaby Hofmeister
Zuletzt aktualisiert am 14.09.2026
Gaby Hofmeister vor 8 Monaten
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Katzenfutter ohne Zucker und Getreide: Katze frisst aus einem Napf mit Nassfutter
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Auf der Vorderseite steht „ohne Getreide“, auf der Rückseite steht Maisstärke. Genau darin liegt das Problem: Katzenfutter ohne Zucker und Getreide zu finden, scheitert selten am Angebot, sondern fast immer daran, dass beide Zutaten unter anderen Namen auftauchen.

Dieser Ratgeber zeigt, wie du die Zutatenliste liest, welche Begriffe für Zucker und für Getreide stehen und woran du gutes Futter erkennst. Die Gesundheit deiner Katze hängt spürbar von der Ernährung ab, und am besten prüfst du selbst.

Warum Katzen weder Zucker noch Getreide brauchen

Katzen sind strikte Fleischfresser, und das ist keine Geschmacksfrage, sondern Biologie. Drei Punkte erklären, warum Zucker im Napf nichts verloren hat und warum du auf Getreide weitgehend verzichten solltest:

Der Verdauungstrakt ist kurz. Der Darm einer Katze ist im Verhältnis zur Körperlänge deutlich kürzer als der eines Allesfressers. Er ist auf einen hohen Anteil tierisches Protein und Fett ausgelegt, nicht auf Getreide. Große Mengen Getreide passieren ihn schlecht verwertet und können zu Unverträglichkeiten führen. Katzen brauchen von Natur aus tierisches Protein, keine Kohlenhydrate.

Katzen schmecken keine Süße. Ihnen fehlt der funktionsfähige Rezeptor dafür. Zucker im Katzenfutter dient also nicht dem Tier, sondern der Optik: Er sorgt für appetitliche Bräunung und bindet Soßen. Für die Ernährung der Katze hat Zucker keinen Nutzen.

Der Stoffwechsel verarbeitet Kohlenhydrate schlecht. Eine Katze deckt ihren Energiebedarf natürlicherweise über Protein und Fett. Ein dauerhaft hoher Zuckeranteil begünstigt Übergewicht, Zahnprobleme und im ungünstigen Fall Diabetes. Genau deshalb ist Katzenfutter ohne Zucker die bessere Wahl.

Für die Gesundheit und das Wohlbefinden deiner Katze heißt das: Je näher die Ernährung an einer natürlichen Beutetier-Ration liegt, desto besser ist es für ihre Gesundheit. Und ein Beutetier enthält weder Weizen noch Karamell.

Wo sich Zucker im Katzenfutter versteckt

Das Wort „Zucker“ steht selten auf der Liste. Wer Katzenfutter ohne Zucker sucht, muss deshalb die Inhaltsstoffe kennen. Diese Bezeichnungen meinen dasselbe oder wirken ähnlich:

Bezeichnung Was dahintersteckt
Karamell Zuckerkulör zur Färbung, reiner Zucker
Glucose, Dextrose, Fructose Einfachzucker
Saccharose Haushaltszucker
Melasse Nebenprodukt der Zuckerherstellung
Inulin, Oligosaccharide Zuckerverbindungen, teils als Ballaststoff deklariert
Sirup jeder Art flüssiger Zucker
Zuckerrübenschnitzel Rest aus der Zuckergewinnung

Ein Hinweis zu Taurin: Das ist kein Zucker, sondern eine für die Gesundheit lebenswichtige Aminosäure, die in jedes Alleinfuttermittel gehört. Sie darf und soll auf der Liste stehen. Ein zuckerfreies Katzenfutter erkennst du nicht am Fehlen von Zusätzen, sondern am Fehlen dieser Zuckerbezeichnungen.

Wo sich Getreide versteckt

Beim Getreide ist die Tarnung noch besser, weil die Kennzeichnung Sammelbegriffe erlaubt. Bei Katzenfutter ohne Getreide solltest du besonders auf diese Inhaltsstoffe achten:

  • Pflanzliche Nebenerzeugnisse — die häufigste Sammelbezeichnung, hinter der Getreidereste stehen können
  • Getreidenebenerzeugnisse — Kleie, Schalen, Mühlenreste, oft minderwertige Reste
  • Maisstärke, Weizenmehl, Reismehl, Hafer, Gerste
  • Cellulose — pflanzlicher Füllstoff
  • Kartoffelstärke, Erbsenprotein, Tapiokastärke — kein Getreide, aber ebenfalls Kohlenhydrate

Der letzte Punkt ist wichtig: Getreidefrei bedeutet nicht automatisch kohlenhydratarm. Viele Produkte ersetzen Getreide schlicht durch Kartoffel oder Erbse und werben trotzdem mit „grain free“. Ein Futter ohne Getreide enthält also trotzdem oft viel Stärke. Am besten prüfst du zusätzlich den Anteil an tierischem Protein.

Infografik: Versteckter Zucker und Getreide im Katzenfutter
Diese Bezeichnungen stehen für Zucker und Getreide auf der Zutatenliste.

Die Zutatenliste richtig lesen

Hier hilft ein Blick ins Futtermittelrecht. Nach der Verordnung (EG) Nr. 767/2009 müssen die Einzelfuttermittel in absteigender Reihenfolge nach Gewicht angegeben werden. Was oben steht, ist also am meisten enthalten.

Gleichzeitig erlaubt die Verordnung für Heimtierfutter Kategoriebezeichnungen wie „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ statt der genauen Einzelzutat. Genau das nutzen viele Hersteller.

Daraus folgen zwei Regeln für den Einkauf:

  1. Offene Deklaration bevorzugen. Gut ist: „58 % Huhn (Muskelfleisch, Herz, Leber)“. Schlecht ist: „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“. Bei der offenen Variante weißt du, was im Katzenfutter steckt. Huhn und Rind sind dabei die häufigsten Sorten.
  2. Prozentangaben suchen. Die Gewichtsprozente müssen nur genannt werden, wenn eine Zutat besonders hervorgehoben wird. Ein Produkt, das „mit Huhn“ auf die Dose schreibt, muss den Anteil beziffern. Steht dort 4 Prozent, weißt du genug.

Was „tierische Nebenerzeugnisse“ wirklich bedeutet

Der Begriff hat einen schlechten Ruf, und das nur zur Hälfte zu Recht. Dahinter stehen Innereien wie Herz, Leber, Lunge, Niere und Magen. Genau diese Teile fressen Katzen in freier Wildbahn zuerst, sie sind reich an Mineralstoffen und Vitaminen und decken die Bedürfnisse einer Katze auf natürliche Weise.

Das Problem ist nicht die Kategorie, sondern die fehlende Angabe. Unter demselben Begriff dürfen auch Federn, Hufe, Schnäbel und Bindegewebe deklariert werden, die kaum verwertbares Protein liefern. Ohne genaue Aufschlüsselung kannst du beides nicht unterscheiden.

Deshalb gilt: Nebenerzeugnisse sind willkommen, solange sie einzeln benannt werden. Am besten enthält die Liste konkrete Organe. Minderwertige Bestandteile erkennst du an der pauschalen Sammelangabe.

Wie hoch sollte der Fleischanteil sein?

Bei gutem Nassfutter liegt der Fleischanteil bei mindestens 60 Prozent, hochwertiges Katzenfutter kommt auf 90 bis 99 Prozent. Trockenfutter erreicht solche Werte nie, weil es ohne Getreide oder Stärke nicht zu Kroketten pressbar wäre. Ein hoher Anteil an tierischem Protein ist das wichtigste Merkmal überhaupt, und die Vorteile zeigen sich schnell im Fell und in der Verdauung.

Prüfe zusätzlich die analytischen Bestandteile auf der Dose:

Angabe Guter Richtwert bei Nassfutter
Rohprotein 9 bis 12 %
Rohfett 4 bis 7 %
Rohasche unter 2,5 %
Rohfaser unter 1 %
Feuchtigkeit 75 bis 80 %

Ein hoher Wert bei der Rohasche deutet auf viel Knochen- und Mineralstoffanteil hin, eine hohe Rohfaser auf minderwertige pflanzliche Füllstoffe. Beides sind gute Warnzeichen, auch ohne Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe.

Katzenfutterdose mit Zutatenliste in einer Hand
Die Reihenfolge auf der Liste verrät mehr als jeder Werbeslogan auf der Vorderseite.

Zusatzstoffe: erlaubt, nötig, überflüssig

Nicht jeder Zusatz im Katzenfutter ist ein schlechtes Zeichen. Die Deklaration unterscheidet drei Gruppen, und nur eine davon solltest du kritisch sehen.

Nötig sind ernährungsphysiologische Zusätze. Dazu gehören Taurin, Vitamin A, Vitamin D3, Vitamin E sowie Spurenelemente wie Zink, Kupfer und Jod. Diese Mineralstoffe und Vitamine gleichen aus, was beim Erhitzen verloren geht. Ein Alleinfuttermittel ohne solche Angaben wäre kein vollwertiges Katzenfutter und würde die Bedürfnisse der Katze nicht decken.

Unproblematisch sind technologische Zusätze in Maßen. Verdickungsmittel wie Guarkernmehl oder Johannisbrotkernmehl binden die Soße. In kleinen Mengen sind sie unbedenklich, als eine der ersten Zutaten deuten sie aber auf wenig Fleisch hin.

Überflüssig sind sensorische Zusätze. Farbstoffe existieren ausschließlich für den Menschen am Regal, denn Katzen sehen Rot kaum. Lockstoffe und Aromen überdecken minderwertige Grundzutaten. Natürlich braucht ein gutes Katzenfutter beides nicht.

Ein Wort zu Konservierungsstoffen: Nassfutter in der Dose ist durch Sterilisation haltbar und kommt ohne aus. Darauf solltest du beim Trockenfutter besonders achten. Bei Trockenfutter ist eine Konservierung nötig, natürliche Varianten auf Basis von Tocopherol sind dabei die bessere Wahl.

Die Sorten im Vergleich

Nassfutter für Katzen gibt es in drei Sorten, und die Unterschiede sind größer als nur die Textur:

Sorte Merkmale
Pastete homogen, meist höchster Fleischanteil, gut für ältere Tiere
Stücke in Soße Soße bindet oft Stärke oder Verdickungsmittel
Filets in Gelee Gelee besteht aus Wasser und Geliermittel, der Fleischanteil sinkt entsprechend

Die Faustregel: Je mehr flüssige Umgebung, desto geringer der Fleischanteil und desto höher meist der Getreideanteil. Ein Produkt mit 90 Prozent Fleischanteil ist fast immer eine Pastete oder ein grob strukturiertes Mus.

Das heißt nicht, dass Stücke in Soße schlecht sind. Viele Katzen fressen sie deutlich lieber, und ein Katzenfutter, das im Napf liegen bleibt, nützt niemandem. Achte in diesem Fall besonders darauf, was die Soße bindet.

Was gutes Futter kostet

Der Tagesbedarf einer ausgewachsenen Katze mit vier Kilogramm liegt bei etwa 200 bis 250 Gramm Nassfutter. Daraus ergibt sich eine einfache Rechnung:

Qualität Preis je 400 g Kosten pro Tag
Discounter, viel Getreide und Zucker 0,60 bis 1,00 € rund 0,40 €
Mittelklasse, 60 bis 70 % Huhn oder Rind 1,80 bis 2,50 € rund 1,20 €
Hochwertig, 90 % und mehr Fleisch 2,80 bis 4,00 € rund 1,80 €

Zwischen Discounter und hochwertigem Katzenfutter liegen also gut 40 Euro im Monat. Das ist eine reale Summe, aber überschaubar gemessen an dem, was eine Behandlung von Übergewicht oder Harnwegsproblemen kostet. Für die Gesundheit ist es die wichtigste Stellschraube, die du hast.

Am besten sparst du über die Gebindegröße. Dosen mit 800 Gramm sind je Kilo deutlich günstiger als Schalen mit 100 Gramm, und sie verursachen weniger Verpackungsmüll. Angebrochene Dosen halten im Kühlschrank abgedeckt zwei Tage.

Wie viel Futter braucht eine Katze?

Der Bedarf richtet sich nach Gewicht, Alter und Bewegung. Als Orientierung für ausgewachsene Tiere:

  • 3 kg: etwa 150 bis 200 g Nassfutter am Tag
  • 4 kg: etwa 200 bis 250 g
  • 5 kg: etwa 250 bis 300 g
  • 6 kg: etwa 300 bis 350 g

Wohnungskatzen liegen am unteren Rand, Freigänger im Winter am oberen. Kitten brauchen für ihre Entwicklung das Zwei- bis Dreifache, ältere Katzen je nach Gesundheit etwas weniger. Die Bedürfnisse ändern sich mit dem Alter.

Verteile die Menge auf mindestens drei bis vier Portionen. Katzen fressen von Natur aus viele kleine Mahlzeiten, und große Portionen begünstigen Erbrechen.

Woran du erkennst, dass das Futter passt

Nach vier bis sechs Wochen mit einem neuen Produkt lässt sich beurteilen, ob es zu deiner Katze passt. Diese Zeichen sprechen dafür:

  • Glänzendes Fell ohne Schuppen, wenig Haarausfall
  • Fester, geruchsarmer Kot in normaler Menge. Weiche, große Mengen deuten auf Getreide und andere schlecht verwertbare Füllstoffe hin
  • Stabiles Gewicht und eine tastbare, aber nicht hervorstehende Rippenpartie
  • Aktives Verhalten und gleichmäßige Fresslust ohne Betteln zwischendurch

Verschlechtert sich eines dieser Zeichen deutlich, lohnt ein Blick auf die Zutaten und im Zweifel der Gang zum Tierarzt.

Nassfutter oder Trockenfutter?## Nassfutter oder Trockenfutter?

Für Katzen ist Nassfutter die natürlichere Wahl. Der Grund liegt am Trinkverhalten: Katzen stammen von Wüstentieren ab und decken ihren Wasserbedarf natürlich über die Beute. Bei reinem Trockenfutter trinken viele Tiere zu wenig, was Nieren und Harnwege belastet.

Trockenfutter hat trotzdem seinen Platz, etwa als kleine Ration für unterwegs oder in Futterspielzeugen. Achte dann besonders auf den Kohlenhydratanteil, der bei vielen Sorten über 40 Prozent liegt. Getreide und Zucker sind hier häufiger als im Nassfutter.

Eine praktikable Lösung für viele Haushalte: Nassfutter als Basis, Trockenfutter nur in kleiner Menge und als Beschäftigung.

Häufige Irrtümer

Rund um das Thema halten sich ein paar Annahmen hartnäckig, die so nicht stimmen.

„Trockenfutter reinigt die Zähne.“ Das tut es kaum. Die meisten Kroketten zerbrechen beim ersten Biss, ein mechanischer Reinigungseffekt entsteht nicht. Gegen Zahnstein hilft eher eine Kontrolle beim Tierarzt.

„Getreidefrei heißt automatisch hochwertig.“ Der Werbebegriff sagt nichts über den Fleischanteil aus. Ein Katzenfutter mit 20 Prozent Fleisch und 40 Prozent Kartoffelstärke darf sich getreidefrei nennen.

„Ein hoher Proteinwert ist immer gut.“ Entscheidend ist die Herkunft. Pflanzliches Protein aus Getreide, Erbsen oder Soja hebt den Wert in der Analyse, ist für Katzen aber schlechter verwertbar als tierisches.

„Teures Katzenfutter ist besseres Katzenfutter.“ Der Preis richtet sich stark nach Marken und Gebindegröße. Es gibt günstige Produkte mit sauberer Deklaration und teure mit Getreide an zweiter Stelle.

„Katzen wissen, was ihnen guttut.“ Leider nein. Lockstoffe wirken genau deshalb, weil sie den natürlichen Instinkt überlagern. Eine Katze, die ein Produkt liebt, sagt nichts über dessen Qualität.

Selbst kochen oder barfen?

Wer die volle Kontrolle über die Zutaten möchte, kann die Ration selbst zusammenstellen. Beide Wege funktionieren, verlangen aber Sorgfalt.

Barf bedeutet rohe Fütterung aus Muskelfleisch, Innereien, Knochen und einem Supplement-Mix. Die Vorteile: keine versteckten Zutaten, kein Getreide, kein Zucker, natürliche Bestandteile. Der Nachteil: Ohne korrekte Ergänzung der Mineralstoffe, von Taurin, Calcium, Jod und Vitaminen entstehen Mangelerscheinungen, teils mit bleibenden Schäden. Eine Rationsberechnung durch eine ernährungskundige Tierarztpraxis ist hier keine Formalie.

Selbst kochen ist die mildere Variante und für empfindliche Tiere oft besser verträglich. Auch hier gilt: Fleisch allein reicht nicht, die Zusätze sind Pflicht.

Für die meisten Haushalte ist ein gutes Katzenfutter aus der Dose der praktikablere Weg. Es ist als Alleinfuttermittel bilanziert, und genau diese Bilanzierung ist der Teil, an dem selbst gemachte Rationen am häufigsten scheitern.

Checkliste für den Einkauf

Diese sieben Punkte prüfst du in dreißig Sekunden am Regal:

  1. Fleisch steht an erster Stelle, mit Tierart und Prozentangabe.
  2. Keine der oben genannten Zuckerbezeichnungen. Zucker hat in gutem Katzenfutter nichts zu suchen.
  3. Kein Getreide und keine pauschalen pflanzlichen Nebenerzeugnisse. Getreide ist für Katzen schlicht überflüssig.
  4. Innereien einzeln benannt, nicht als Sammelkategorie.
  5. Taurin ist enthalten, ebenso Vitamine und Mineralstoffe.
  6. Rohasche unter 2,5 Prozent, Rohfaser unter 1 Prozent.
  7. „Alleinfuttermittel“ steht auf der Dose. Nur dann deckt das Produkt den gesamten Tagesbedarf. Ergänzungsfuttermittel tun das ausdrücklich nicht.

Der Preis ist dabei ein schwaches Signal, und Marken sagen wenig. Es gibt günstige Sorten mit sauberer Zusammensetzung und teure mit schlechter. Die Liste der Inhaltsstoffe sagt mehr als jedes Preisschild.

Zucker und Getreide: die kurze Bilanz

Wer den Überblick behalten will, merkt sich diese Gegenüberstellung:

Zutat Was sie im Futter bewirkt Nutzen für die Katze
Zucker Bräunung, bindet Soße, macht das Produkt optisch ansprechend keiner
Getreide senkt den Preis, bindet Masse, erhöht den Proteinwert rechnerisch gering
Tierisches Protein liefert Energie und Aminosäuren hoch
Tierisches Fett wichtigster Energieträger hoch
Mineralstoffe und Vitamine decken den Bedarf, den Fleisch allein nicht deckt hoch

Das Fazit daraus ist einfach: Zucker bringt der Katze nichts, Getreide wenig. Beides dient in erster Linie dem Hersteller, nicht der Ernährung deiner Katze. Auf beides zu verzichten hat für dich keine Nachteile und für die Gesundheit klare Vorteile. Wer darauf verzichten will, braucht kein Spezialprodukt, sondern nur einen prüfenden Blick auf die Zusammensetzung.

Ein zuckerfreies Katzenfutter mit hohem Fleischanteil kostet dabei nicht zwangsläufig mehr. Der Preis richtet sich stärker nach Marke und Gebindegröße als nach Qualität, und genau deshalb lohnt der Vergleich im Regal.

Die Umstellung auf neues Futter

Katzen reagieren empfindlich auf abrupte Wechsel. Stelle deshalb über sieben bis zehn Tage schrittweise um:

  • Tag 1 bis 3: ein Viertel neues Futter, drei Viertel altes
  • Tag 4 bis 6: halbe und halbe Mischung
  • Tag 7 bis 9: drei Viertel neues Futter
  • Ab Tag 10: vollständig umgestellt

Verweigert deine Katze das neue Futter hartnäckig, liegt es meist an der Textur, nicht am Geschmack. Die Bedürfnisse sind hier sehr individuell. Probiere dann eine andere Konsistenz derselben Marke, also etwa Pastete statt Stückchen in Soße.

Bei Vorerkrankungen wie Niereninsuffizienz, Diabetes oder Allergien solltest du vor jeder Umstellung mit dem Tierarzt sprechen. Diätfuttermittel folgen eigenen Regeln, und dort kann ein bestimmter Kohlenhydratanteil sogar gewollt sein.

Fazit

Das Fazit fällt eindeutig aus: Gutes Katzenfutter ohne Zucker und Getreide erkennst du nicht an der Werbung auf der Vorderseite, sondern an vier Dingen. Einem hohen, offen deklarierten Fleischanteil. Einzeln benannten Innereien. Dem Fehlen der bekannten Zuckerbezeichnungen. Und niedrigen Werten bei Rohasche und Rohfaser.

Das Fazit für den Einkauf: Wer das einmal verinnerlicht hat, braucht am Regal keine Testberichte und keine Markenempfehlungen mehr. Die Dose selbst verrät genug über die Qualität. Für die Gesundheit deiner Katze ist das die beste Grundlage.

Häufige Fragen

Warum sollte Katzenfutter ohne Getreide sein?

Weil der kurze Darm einer Katze Getreide schlecht verwertet. Große Mengen können Unverträglichkeiten begünstigen und liefern kaum verwertbare Energie.

Wie erkenne ich versteckten Zucker?

An Bezeichnungen wie Karamell, Glucose, Dextrose, Saccharose, Melasse, Sirup oder Zuckerrübenschnitzel.

Ist getreidefreies Katzenfutter automatisch gut?

Nein. Viele Produkte ersetzen Getreide durch Kartoffel-, Erbsen- oder Tapiokastärke. Der Kohlenhydratanteil bleibt dann hoch.

Wie viel Fleischanteil sollte enthalten sein?

Bei Nassfutter mindestens 60 Prozent, hochwertiges Katzenfutter liegt bei 90 Prozent und darüber. Wichtig ist tierisches Protein, nicht pflanzliches.

Sind tierische Nebenerzeugnisse schlecht?

Nicht grundsätzlich. Innereien sind wertvoll, sie sollten aber einzeln benannt sein statt als Sammelkategorie.

Nass- oder Trockenfutter?

Nassfutter als Basis, weil Katzen darüber Flüssigkeit aufnehmen. Trockenfutter nur ergänzend und in kleiner Menge. Das Fazit gilt für fast alle Katzen.

Wie viel Zucker ist eigentlich viel?

Ein hilfreicher Vergleich steckt in unserem Beitrag dazu, wie viel Gramm ein Zuckerwürfel hat. Die dort genannte Rechenweise lässt sich auf jede Zutatenliste übertragen.

*Zuletzt aktualisiert: September 2026. Dieser Beitrag ersetzt keine tierärztliche Beratung.*

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Gaby Hofmeister ist eine leidenschaftliche Autorin und schreibt seit vielen Jahren über verschiedene Themen wie Reisen, Lifestyle, Kultur und Gesellschaft. Mit einem Bachelor-Abschluss in Journalismus und Kommunikationswissenschaften und einem Master-Abschluss in Kulturwissenschaften verfügt sie über ein breites Wissen und eine tiefe Leidenschaft für das Schreiben. Ihre Beiträge zeichnen sich durch ihre kreative Herangehensweise, ihre präzise Sprache und ihre Fähigkeit aus, komplexe Themen auf eine verständliche Weise zu vermitteln.
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