Die kurze Antwort: Ein neues Auto der Marke kostet zwischen 2,4 und 3,8 Mio. € netto. Der Bugatti Chiron startete bei rund 2,4 Mio. € netto, der Tourbillon kostet 3,8 Mio., also knapp 4,5 Mio. brutto.
Damit ist die Frage nach dem Preis erst halb beantwortet. Kaufen kann man so ein Auto nämlich nicht einfach so, und die laufenden Kosten sind ganz eigene Größenordnungen. Ein Blick auf die technischen Daten erklärt einen Teil davon.
Die Preise der aktuellen Modelle
| Modell | Neupreis (netto) | Exemplare | Bauzeit |
|---|---|---|---|
| Bugatti Veyron 16.4 | ab rund 1,1 Mio. € | 450 | 2005–2015 |
| Bugatti Chiron | ab 2,4 Mio. € | 500 | 2016–2024 |
| Chiron Pur Sport | rund 3 Mio. € | 60 | ab 2020 |
| Chiron Super Sport | rund 3,2 Mio. € | streng limitiert | ab 2021 |
| Bugatti Tourbillon | 3,8 Mio. € | 250 | ab 2026 |
Der Chiron Pur Sport war auf Querdynamik ausgelegt, der Chiron Super Sport auf Höchstgeschwindigkeit. Beide Varianten lagen deutlich über dem Grundpreis des normalen Chiron.
Nach oben ist alles offen: Die Voiture Noire, ein Einzelstück auf Chiron-Basis, wurde mit rund 11 Mio. € gehandelt, umgerechnet gut 12 Millionen US-Dollar. Sie gilt als eines der teuersten Automobilen der Neuzeit.
Was im Preis steckt
Ein Bugatti ist kein Serienauto mit hoher Marge, sondern in weiten Teilen Handarbeit. Vier Gründe erklären den Preis:
- Der Motor. Der Chiron fuhr mit dem legendären 8,0-Liter-W16 und vier Turboladern, 1.500 PS stark. Diesen W16 gab es in keinem anderen Auto. Der Tourbillon hat einen 8,3-Liter-V16-Saugmotor plus drei Elektromotoren, zusammen 1.800 PS.
- Die Stückzahl. Jährlich verlässt nur eine kleine zweistellige Zahl an Autos die Manufaktur in Molsheim. Entwicklungskosten verteilen sich auf sehr wenige Stück.
- Die Fertigung. Jedes Auto wird von Hand montiert, ohne Fließband. Bei über 4,5 Metern Länge und diesem Aufwand dauert das Wochen.
- Die Werkstoffe. Monocoque aus Karbon, Titan, Sonderlegierungen im Auspuff.
Seit 2021 gehört die Marke zu Bugatti Rimac, einem Joint Venture des kroatischen Elektro-Spezialisten Rimac mit Porsche. Die Zusammenarbeit brachte die Hybridtechnik des neuen Modells.

Gebraucht: was ein Chiron heute kostet
Ein gebrauchter Bugatti Chiron ist selten günstiger als neu. Je nach Ausführung, Laufleistung und Historie werden 2,5 bis über 4 Mio. € aufgerufen. Sondermodelle sind noch teurer.
Der Veyron ist der Einstieg. In zehn Jahren Bauzeit entstanden 450 Stück. Frühe Autos wechseln teils unter 1,5 Mio. € den Besitzer, Grand Sport und Vitesse sind teurer. Wer vor zehn Jahren gekauft hat, sitzt heute auf einem stabilen Wert.
Zwei Dinge treiben den Preis am Gebrauchtmarkt:
- Die Stückzahl. Wer nicht auf der Neuwagenliste stand, muss gebraucht kaufen.
- Der Zustand der Wartung. Ein lückenloses Serviceheft ist hier kein Detail, sondern ein erheblicher Teil des Werts. Laut Händlerangaben drückt eine Lücke den Preis um sechsstellige Beträge.
Die Unterhaltskosten
Hier wird es unangenehm. Die Unterhaltskosten eines solchen Supersportwagens sind weit höher als bei normalen Autos und werden beim Kauf oft unterschätzt.
Berichte aus dem Besitzerumfeld nennen für den Veyron und den Chiron Größenordnungen wie diese:
- Reifen: ein Satz im hohen fünfstelligen Bereich, spätestens nach fünf Jahren fällig, weil die Mischung altert
- Räder: nach mehreren Reifenwechseln ebenfalls tauschpflichtig, erneut fünfstellig, bei manchen Modellen nach vier Jahre langer Nutzung
- Inspektion: alle zwölf Monate fällig, kostet je nach Umfang einen niedrigen bis mittleren fünfstelligen Betrag
- Versicherung: individuell kalkuliert, meist fünfstellig pro Jahr
Dazu kommt das Benzin. Bei voller Leistung leert der Chiron seinen Tank in unter zehn Minuten, im Alltag sind es über 20 Liter auf 100 Kilometer. Wer das Auto zehn Jahre lang bewegt, zahlt dafür einen fünfstelligen Betrag allein an der Zapfsäule.
Die Kfz-Steuer fällt dagegen kaum ins Gewicht. Wie hoch sie für ein konkretes Fahrzeug ausfällt, lässt sich mit dem Kfz-Steuer-Rechner des Bundesfinanzministeriums ermitteln.

Kann man einfach einen kaufen?
Nein. Bugatti wählt seine Kunden aus. Interessenten durchlaufen ein Gespräch mit der Marke, und wer bereits Fahrzeuge im Bestand hat, steht weiter vorn. Die 250 Exemplare des Tourbillon waren vor der offiziellen Markteinführung vergeben.
Das erklärt auch, warum Gebrauchtpreise selten fallen: Das Angebot bleibt auch in fünf Jahren begrenzt, und viele Autos stehen in Sammlungen statt im Verkehr.
Häufige Fragen
Wie viel kostet ein Bugatti?
Neu zwischen 2,4 Mio. € für den Chiron und 3,8 Mio. € für den Tourbillon, jeweils ohne Mehrwertsteuer.
Was kostet der Bugatti Tourbillon?
3,8 Mio. € ohne Steuer, umgerechnet knapp 4,5 Mio. brutto. Die Auslieferung beginnt 2026, alle 250 Stück sind vergeben.
Wie teuer ist ein gebrauchter Bugatti Chiron?
Je nach Ausführung und Laufleistung 2,5 bis über 4 Mio. €. Der Veyron ist günstiger zu haben.
Wie hoch sind die Unterhaltskosten?
Realistisch ein mittlerer fünfstelliger Betrag pro Jahr, verteilt auf Inspektion, Reifen, Versicherung und Kraftstoff.
Warum ist ein Bugatti so teuer?
So teuer ist das Auto wegen der Kleinserie, der Handarbeit in Molsheim, der Sonderwerkstoffe und eines Motors, den es sonst nirgends gibt.
Wie viele Bugatti werden pro Jahr gebaut?
Nur wenige Dutzend. Vom Chiron entstanden in acht Jahren insgesamt 500 Stück, vom Tourbillon sind 250 geplant.
Wie schnell fährt ein Chiron?
Serienmäßig ist er elektronisch bei 420 km/h abgeregelt. Die Höchstgeschwindigkeit der Sondermodelle liegt darüber.
Was kostet Autofahren sonst im Alltag?
Vor allem Verschleiß. Wie sich der eindämmen lässt, steht im Beitrag dazu, wie Sie den Reifenverschleiß gering halten.
*Zuletzt aktualisiert: September 2026.*

