Pampasgras wächst schnell: ein bis zwei Meter pro Jahr, wenn Standort und Erde stimmen. Die endgültige Wuchshöhe von 2 bis 3 m erreicht das Ziergras meist im dritten Standjahr, die Blütenwedel ragen dann noch einmal deutlich darüber hinaus.
Bis zur ersten Blüte dauert es länger. Junge Pflanzen blühen selten im Pflanzjahr, meist erst im zweiten oder dritten Sommer. Das amerikanische Pampasgras (Cortaderia selloana) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae).
Wachstum und Höhe im Überblick
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Zuwachs pro Jahr | 1 bis 2 m |
| Wuchshöhe des Horstes | 2 bis 3 m |
| Höhe mit Blütenwedeln | bis 3,5 m |
| Breite | 1,5 bis 2 m |
| Erste Blüte | im 2. bis 3. Jahr |
| Blütezeit | September bis November |
Kleinere Sorten bleiben darunter. Cortaderia selloana ‚Pumila‘ wird nur rund 1,5 m hoch und passt damit in kleine Gärten oder in den Kübel.
Pampasgras (Cortaderia selloana) ist zweihäusig. Weibliche Pflanzen tragen die dichte weiße Feder, nach der die meisten greifen. Männliche Exemplare blühen schmaler und unauffälliger, weshalb im Handel fast ausschließlich weibliche Ware angeboten wird. Als Zierpflanze hat sich diese Art deshalb überall durchgesetzt.
Standort und Boden
Damit das Gras zügig zulegt, braucht es sonnige, warme Standorte. Halbschatten bremst den Zuwachs sofort, und im Schatten bleibt die Blüte ganz aus.
Die Erde entscheidet über den Rest:
- Durchlässig und eher mager. Staunässe ist die häufigste Ursache für Ausfälle. Nasse Wurzeln faulen im Winter.
- Genügend Platz. Rechne mit zwei Metern Abstand zu Nachbarpflanzen, die Pflanze wird sehr breit.
- Windgeschützt, damit die hohen Wedel nicht abknicken.
- Kein schwerer Lehm ohne Drainage. Eine Schicht Kies oder Sand unter der Erde hilft.
Gedüngt wird sparsam, im Frühjahr und vornehmlich mit organischem Dünger. Zu viel Stickstoff fördert weiche Blätter, die bei Frost faulen.
Bleibt das Wachstum aus, liegt es fast immer an einem dieser drei Punkte: zu wenig Sonne, zu nasse Erde oder zu wenig Platz. In dem Fall hilft nur Umpflanzen.

Pampasgras schneiden: erst im Frühjahr
Der häufigste Fehler ist der Rückschnitt im Herbst. Die alten Halme schützen die Pflanze über die kalte Jahreszeit und leiten Wasser ab. Wer sie im Oktober abschneidet, riskiert, dass Nässe ins Herz läuft.
Richtig geht es so:
- Im Spätherbst die Blätter des Pampasgrases locker zu einem Schopf zusammenbinden.
- Im Frühjahr, Ende Februar bis Mitte März, auf 20 bis 30 Zentimeter zurückschneiden.
- Vor dem Austrieb arbeiten, sonst werden die neuen Triebe mit abgeschnitten.
- Handschuhe tragen. Die Blattränder sind scharf wie Sägeblätter.
Abgestorbenes Material lässt sich mit den Händen aus dem Horst kämmen. Das bringt Luft an die Basis und fördert die neuen Triebe. Große Exemplare erfordern dabei etwas Kraft.
Überwintern
Pampasgras ist bei uns bedingt winterhart. Frost allein verträgt es, dauerhafte Nässe nicht. Zum Schutz:
- Halme zusammenbinden, damit Regen abläuft
- Den Wurzelbereich mit Laub oder Reisig abdecken
- Im Kübel: an die Hauswand rücken und das Gefäß einpacken
Junge Pflanzen brauchen diesen Schutz in den ersten beiden Jahren zuverlässig. Ältere, gut eingewachsene Exemplare kommen meist ohne aus.

Sorten und Vermehrung
Zu den beliebten Sorten zählen:
- Cortaderia selloana ‚Sunningdale Silver‘ mit besonders großen, silbrigweißen Wedeln
- Cortaderia selloana ‚Pumila‘ als kompakte Form für kleine Gärten
- Cortaderia selloana ‚Rosea‘ mit einer rosa Feder statt einer weißen
- Cortaderia selloana ‚Evita‘ und ‚Citaro‘ als neuere, standfeste Züchtungen
Vermehren lässt sich das Ziergras durch Teilen. Im Frühjahr stichst du mit dem Spaten ein Stück ab und setzt es an anderer Stelle ein. Beim Einpflanzen von Pampasgras solltest du die Wurzeln großzügig mit Erde umgeben. Aus Samen gezogene Exemplare brauchen länger und blühen unzuverlässig.
Ein Hinweis zur Ökologie: In Südwesteuropa gilt die Art als problematischer Neophyt. Sie ist in der Artendatenbank der Europäischen Umweltagentur geführt und verdrängt an der Atlantikküste heimische Vegetation. Auf der EU-Liste invasiver Arten steht sie bislang nicht, und hierzulande ist sie unproblematisch. Die Wedel solltest du trotzdem vor der Samenreife entfernen, wenn du die Ausbreitung nicht fördern willst.
Häufige Fragen
Wie schnell wächst Pampasgras pro Jahr?
Ein bis zwei Meter, sofern Sonne und Erde stimmen. Die Endhöhe ist im dritten Standjahr erreicht.
Wie hoch wird es maximal?
Der Horst 2 bis 3 m, mit Blütenwedeln bis zu 3,5 m. Kleine Sorten bleiben bei 1,5 m.
Wann blüht Pampasgras?
Von September bis November, erstmals meist im zweiten oder dritten Standjahr.
Wann schneidet man es zurück?
Erst im zeitigen Frühjahr, auf 20 bis 30 Zentimeter hoch. Im Herbst zu schneiden schadet.
Ist Pampasgras winterhart?
Bedingt. Frost verträgt es, Nässe nicht. Halme zusammenbinden und die Wurzeln abdecken.
Welcher Standort ist der beste?
Vollsonnig, warm, windgeschützt und mit durchlässiger, eher trockener Erde. Staunässe ist der größte Feind.
Warum wächst mein Pampasgras nicht?
Meist wegen zu wenig Sonne, zu nasser Erde oder zu wenig Platz im Beet.
Was passt sonst in einen naturnahen Garten?
Wasser zieht Leben an. Wie sich ein Becken anlegen lässt, steht im Beitrag zum Gartenteich anlegen.
*Zuletzt aktualisiert: September 2026.*


